Solingen bewilligt Notfallhilfe für marode Eishalle – doch reicht das Geld?
Kreszentia SchachtSolingen bewilligt Notfallhilfe für marode Eishalle – doch reicht das Geld?
Der Finanzausschuss von Solingen hat Notfallmittel in Höhe von 82.234 Euro für die Behebung dringender Sicherheitsmängel in der städtischen Eishalle bewilligt. Die Entscheidung ermöglicht es, die Anlage während der notwendigen Reparaturarbeiten in Betrieb zu halten. Unklar bleibt jedoch, ob die bereitgestellten Gelder auch den langfristigen Bedarf decken.
Die lokale Wählervereinigung SG zukunft. begrüßt zwar die Bereitstellung der Notfallmittel, äußert aber Bedenken hinsichtlich der Zukunft der Eishalle. Bisher liege weder eine detaillierte bauliche noch eine technische Bestandsaufnahme vor, so die Kritik. Ohne eine solche befürchtet die Gruppe, dass der Stadt ein klares Konzept für eine nachhaltige Instandhaltung fehlt.
Zukunft. kündigte zudem an, sich für mehr Transparenz einzusetzen. Die Vereinigung wird der Stadtverwaltung eine Liste mit Fragen vorlegen, um den aktuellen Zustand der Eishalle sowie die finanziellen Erfordernisse zu klären. Ziel ist es, sicherzustellen, dass Steuergelder sinnvoll in eine langfristige Erhaltungsstrategie investiert werden.
Während die Soforthilfen akute Gefahren abwenden, schätzen Fachleute die Kosten für eine vollständige Sanierung auf bis zu 4,8 Millionen Euro. Die Vereinigung betont, dass statt kurzfristiger Lösungen ein gut finanzierter, langfristiger Ansatz notwendig sei.
Die bewilligten 82.234 Euro ermöglichen zwar den sicheren Betrieb der Eishalle fürs Erste. Doch das Fehlen einer umfassenden Bewertung und eines klaren Finanzplans lässt Fragen offen. Weitere Investitionen und strategische Entscheidungen werden über die zukünftige Tragfähigkeit der Anlage entscheiden.






