Spritsteuer-Senkung kommt – doch Giffey warnt vor leeren Versprechungen für Autofahrer
Kreszentia SchachtSpritsteuer-Senkung kommt – doch Giffey warnt vor leeren Versprechungen für Autofahrer
Die deutsche Bundesregierung hat eine vorübergehende Senkung der Spritsteuer beschlossen, um Haushalte und Unternehmen zu entlasten, die mit steigenden Kosten zu kämpfen haben. Ab dem 1. Mai wird die Steuer um 16,7 Cent pro Liter für zwei Monate gesenkt. Doch Berlins Senatorin für Wirtschaft, Franziska Giffey, zweifelt daran, dass die Ersparnis bei den Verbrauchern ankommt.
Die regierende Koalition hat den 1,6-Milliarden-Euro-Plan finalisiert, um die finanzielle Belastung für Autofahrer zu verringern. Die Ermäßigung tritt am 1. Mai in Kraft und gilt zunächst für zwei Monate. Giffey warnt jedoch, dass Mineralölkonzerne die zusätzlichen Gewinne einbehalten könnten, statt die Preise an der Zapfsäule zu senken.
Sie kritisierte die Unternehmen scharf und bezeichnete sie als "Krisengewinnler und Profiteure". Ihre Verärgerung wuchs, nachdem es nach dem Iran-Konflikt zu drastischen Preiserhöhungen gekommen war. Statt auf Steuererleichterungen zu setzen, forderte sie strengere Kontrollen, etwa durch Preisobergrenzen, die sich an Produktions-, Vertriebskosten und Steuern orientieren.
Giffey verwies auf politische Maßnahmen in Nachbarländern als mögliche Vorbilder. Sie argumentierte, dass eine Deckelung der Spritpreise und die Begrenzung der Gewinnspannen von Ölkonzernen wirksamer wären. Ohne solche Schritte befürchtet sie, dass die Steuerentlastung kaum spürbare Ersparnisse für Autofahrer bringen wird.
Die Spritpreissenkung wird die Steuerzahler in zwei Monaten 1,6 Milliarden Euro kosten. Falls die Mineralölkonzerne die Ersparnis einbehalten, könnten Verbraucher kaum etwas davon haben. Giffey setzt sich weiterhin für schärfere Regulierungen ein, um Preismanipulationen an der Tankstelle zu verhindern.






