Stadtrat beschließt Haushalt 2026 mit 16,8 Millionen Euro Defizit
Kreszentia SchachtStadtrat beschließt Haushalt 2026 mit 16,8 Millionen Euro Defizit
Der Stadtrat hat den Haushalt für 2026 mit Ausgaben in Höhe von rund 437 Millionen Euro und Einnahmen von etwa 420 Millionen Euro verabschiedet. Dadurch entsteht ein Fehlbetrag von rund 16,8 Millionen Euro, der durch die finanziellen Rücklagen der Stadt gedeckt wird. Der Haushalt wurde mit Unterstützung mehrerer Parteien beschlossen, stieß aber auch auf Widerstand anderer.
Der Haushalt 2026 sieht Gesamtausgaben von 437 Millionen Euro vor, während die erwarteten Einnahmen bei 420 Millionen Euro liegen. Die daraus resultierende Lücke von 16,8 Millionen Euro wird durch die bestehenden Rücklagen der Stadt geschlossen. Prognosen zufolge werden diese Rücklagen bis zum Ende des Jahrzehnts jedoch nahezu aufgebraucht sein.
Die Kreisumlage steigt auf 79 Millionen Euro, was einen deutlichen Anstieg bedeutet. Gleichzeitig bleiben die Grundsteuersätze für landwirtschaftliche Flächen (A), bebaute Grundstücke (B) sowie die Gewerbesteuern unverändert. Die Personalkosten bleiben stabil, und neue Stellen werden nur dort geschaffen, wo bereits externe Finanzmittel gesichert sind.
Die Investitionen im Haushalt 2026 belaufen sich auf rund 92 Millionen Euro. Zu den wichtigsten Projekten zählen der Ausbau und die Modernisierung von Bildungseinrichtungen, der Bau einer neuen Feuerwehrwache, die Sanierung des städtischen Bauhofs sowie die Entwicklung des Geländes der ehemaligen Weberei.
Für den Haushalt stimmten CDU, SPD, BfGT, FDP und ein Mitglied der Grünen. Dagegen votierten AfD, die Linke und neun Mitglieder der Grünen.
Der beschlossene Haushalt greift auf die finanziellen Rücklagen zurück, um den Fehlbetrag auszugleichen, doch diese Mittel werden voraussichtlich bis 2030 aufgebraucht sein. Die Investitionen konzentrieren sich auf Infrastruktur, Bildung und öffentliche Dienstleistungen, während Steuersätze und Personalkosten weitgehend unverändert bleiben. Die Entscheidung spiegelt eine gemischte politische Unterstützung und Opposition wider.






