Tankstellenmitarbeiter stiehlt 1,477 Millionen Euro – und scheitert an seiner eigenen Dienstnummer
Harry JesselLotterie-Betrug: Tankwart verbirgt Kunden-Millionengewinn - Gewinn verloren - Tankstellenmitarbeiter stiehlt 1,477 Millionen Euro – und scheitert an seiner eigenen Dienstnummer
Ein Tankstellenmitarbeiter in Grasbrunn bei München stahl im April 2024 einen Gewinnlos im Wert von 1,477.777 Euro von einem Kunden. Der Betrug flog auf, als der Angestellte versuchte, den Gewinn selbst einzulösen – und dabei durch seine eigene Personalnummer auf dem Los überführt wurde.
Der eigentliche Gewinner, der das Los an der Tankstelle verloren hatte, hat sich bis heute nicht gemeldet und bleibt unbekannt.
Der Vorfall begann, als ein Kunde an der Tankstelle einen Spiel-77-Schein zur Routineprüfung abgab. Der 31-jährige Mitarbeiter teilte dem Kunden mit, es gebe keinen Gewinn – und behielt den Gewinnschein einfach für sich.
Im Juli 2024 versuchte der Angestellte, den Jackpot in Höhe von 1,477.777 Euro bei der Lotto Bayern-Zentrale in München einzulösen. Sein Plan scheiterte, weil Mitarbeiter nicht an ihrer eigenen Verkaufsstelle spielen dürfen und seine persönliche Dienstnummer mit dem Los verknüpft war.
Der Fall kam im März 2026 vor das Landgericht München. Der Angeklagte gestand den Betrug und erhielt eine Bewährungsstrafe von 15 Monaten.
Die Behörden bestätigten, dass der rechtmäßige Gewinner ohne das Original-Los keinen Anspruch auf das Geld geltend machen kann. Weder Lotto Bayern noch die Ermittler konnten den Kunden ermitteln – der Gewinn gilt damit als verloren.
Mit dem Urteil ist das Verfahren zwar abgeschlossen, doch die gestohlene Summe bleibt unbeansprucht. Der ursprüngliche Besitzer des Loses, nach wie vor unbekannt, hat sich nie bei den Behörden gemeldet oder öffentlich Stellung zu dem verschwundenen Vermögen bezogen.






