"Wheelie Show": Wenn Rollstühle und Rollschuhe in Hamburg gemeinsam tanzen
Kreszentia Schacht"Wheelie Show": Wenn Rollstühle und Rollschuhe in Hamburg gemeinsam tanzen
„Wheelie Show“: Ein neues Tanzstück in Hamburg feiert die Vielfalt der Bewegung
In Hamburg hat eine innovative inklusive Tanzperformance Premiere gefeiert: „Wheelie Show“ verbindet Rollschuhe, Rollstühle und mitreißende Choreografien, um zu erkunden, wie Menschen das rasante Tempo des modernen Lebens meistern. Noch bevor der Vorhang sich hebt, hört das Publikum die persönlichen Gedanken der Darsteller*innen darüber, ob und wann der Mensch jemals wirklich zur Ruhe kommt.
Entstanden ist das Stück aus dem Tanzkurs „Rolling Good Times“, geleitet von der Choreografin Eng Kai Er und Jana Mahn. Sechs Tänzer*innen – die Hälfte auf Rollschuhen, die andere in Rollstühlen – bewegen sich in einer dynamischen Mischung aus Geschwindigkeit und Stille. Die Aufführung wechselt zwischen besinnlichen Momenten und plötzlichen Ausbrüchen hektischer Energie, was ihr den Charakter eines lebendigen Varieté-Vergnügens verleiht.
Die Kostüme lassen sich von Radrennen, Motocross und der Formel 1 inspirieren und unterstreichen so das Thema Tempo. Auch sportliche Einflüsse fließen ein: Elemente aus Eishockey und Cheerleading bereichern die Choreografie. Besonders beeindruckend sind die kreativen Hebefiguren, bei denen Rollschuhläufer*innen auf Rollstühlen balancieren und so atemberaubende visuelle Akzente setzen.
Aufgeführt wird „Wheelie Show“ im Planten un Blomen-Park, wo die Hamburger Rollschuhbahn zur Bühne wird. Durch die Verbindung von Bewegung, Klängen und persönlichen Reflexionen bietet das Stück eine frische Perspektive darauf, wie Menschen Zeit in der heutigen Welt erleben.
Die Produktion vereint Tänzerinnen mit und ohne Behinderung in einer nahtlosen Darstellung von Können und Kreativität. Das Publikum verlässt die Vorstellung mit einem neuen Bewusstsein dafür, wie Bewegung – ob schnell oder langsam – den Alltag prägt. Die Show ist Teil des Hamburger Sommerprogramms und lädt die Zuschauerinnen ein, den eigenen Rhythmus zu hinterfragen.






