Wolters Brauerei beantragt Eigenverwaltung – Braunschweig bangt um Tradition
Hans-Theo BaumWolters Brauerei beantragt Eigenverwaltung – Braunschweig bangt um Tradition
Die Wolters Brauerei in Braunschweig hat Eigenverwaltung beantragt. Die Ankündigung löst Sorgen um die Zukunft des traditionsreichen Betriebs und seine Bedeutung für die regionale Ess- und Trinkkultur aus. Die Stadtverwaltung hat die Tragweite der Nachricht anerkannt, sieht sich jedoch durch rechtliche Vorgaben in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt.
Der Insolvenzantrag hat Spekulationen über das Überleben der Brauerei ausgelöst. Als Reaktion darauf plant die CDU-Stadtratsfraktion einen Eilantrag zur Einrichtung einer Taskforce. Diese soll die Geschäftsführung von Wolters, den Betriebsrat, Vertreter der Gastronomiebranche, die Volksbank BraWo sowie führende Mitglieder der großen Ratsfraktionen zusammenbringen.
Die Stadtverwaltung betont, dass sie aufgrund gesetzlicher Beschränkungen bei kommunaler Unterstützung keine direkte Rolle in der Umstrukturierung übernehmen könne. Dennoch haben Beamte bereits Gespräche mit der Wolters-Geschäftsführung aufgenommen und signalisieren Bereitschaft, den Dialog mit Ratsmitgliedern und weiteren Beteiligten auszuweiten. Zudem deuteten sie an, nach Abschluss der Insolvenzverhandlungen und bei Vorliegen einer klaren Strategie mögliche Hilfsmaßnahmen zu prüfen.
Die Wolters Brauerei bleibt ein zentraler Bestandteil des Braunschweigischen Erbes. Ziel der geplanten Taskforce ist es, Wege zur Sicherung ihrer Zukunft zu erkunden. Inwieweit die Stadt Unterstützung leisten kann, hängt von den Ergebnissen der laufenden Gespräche und der Entwicklung eines tragfähigen Konzepts ab.
