Zeitumstellung 2023: Was Nachtarbeiter über Lohn und Arbeitszeit wissen müssen
Kreszentia SchachtZeitumstellung 2023: Was Nachtarbeiter über Lohn und Arbeitszeit wissen müssen
In der Nacht vom 28. auf den 29. März 2023 werden in Deutschland die Uhren um eine Stunde vorgestellt. Durch die Umstellung könnte sich die Arbeitszeit von Nachtarbeitern um eine Stunde verkürzen – es sei denn, ihre Verträge sehen etwas anderes vor. Arbeitgeber dürfen die fehlende Stunde jedoch nicht einfach ohne vorherige Absprache nachfordern.
Die Zeitumstellung erfolgt um 2:00 Uhr, wenn die Uhr direkt von 1:59 Uhr auf 3:00 Uhr springt. Dadurch verringert sich die Arbeitszeit von stundenweise bezahlten Beschäftigten, was zu geringeren Verdiensten in dieser Schicht führen kann. Beschäftigte mit festem Monatsgehalt erhalten hingegen keine Änderungen bei ihrer Bezahlung.
Arbeitgeber haben zwar das Recht, Schichten bis zum geplanten Ende fortzusetzen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten – dies entspricht früheren Urteilen des Bundesarbeitsgerichts, die eine unterbrechungsfreie Dienstleistung unterstützen. Unternehmen dürfen Mitarbeiter jedoch nicht zwingen, die verlorene Stunde auszugleichen, es sei denn, es gelten bereits Regelungen zu Überstunden.
Ob und wie Überstunden vergütet werden, hängt von individuellen Verträgen, Tarifverträgen oder betrieblichen Vereinbarungen ab. Fehlt eine solche Regelung, kann zusätzliche Arbeit in der Regel nur angefordert werden, wenn sie bezahlt wird. Die nächste Zeitumstellung findet in der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober 2026 statt, wenn die Uhr stattdessen um eine Stunde zurückgestellt wird.
Die Auswirkungen auf das Gehalt hängen von den Beschäftigungsbedingungen ab: Stundenlöhnern könnte ein Verdienstausfall drohen, sofern keine vertraglichen Regelungen die verlorene Stunde abdecken, während Festangestellte keine Veränderungen spüren. Arbeitgeber müssen sich an bestehende Vorschriften halten, wenn sie Überstunden anordnen, um den Service aufrechtzuerhalten.






