26 March 2026, 18:27

Berlin plant dritte Internationale Bauausstellung zwischen 2034 und 2037

Außenansicht des Deutschen Sport & Olympia Museums in Berlin, das ein Gebäude mit Fenstern und einer Tür zeigt, umgeben von Bäumen und Bannern, unter einem bewölkten Himmel.

Berlin plant dritte Internationale Bauausstellung zwischen 2034 und 2037

Berlin wird zwischen 2034 und 2037 zum dritten Mal die Internationale Bauausstellung (IBA) ausrichten. Der Senat der Stadt hat die Pläne offiziell gebilligt – ein wichtiger Schritt für die städtische Entwicklung. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der weiterhin über mögliche Verknüpfungen mit den Olympischen Spielen und der Expo diskutiert wird, auch wenn nicht alle Verantwortlichen von den Vorteilen einer solchen Kombination überzeugt sind.

Der Architekten- und Ingenieurverein Berlin-Brandenburg (AIV) begrüßt den Beschluss des Senats und bezeichnet ihn als historische Chance, die Zukunft der Stadt mitzugestalten. Tobias Nöfer, Vorstandsmitglied des AIV, sieht in der IBA eine Plattform, um städtische Herausforderungen mit innovativen Ansätzen zu bewältigen. Besonders unterstützt der Verband den Fokus auf den Berliner S-Bahn-Ring, mit dem Ziel, die Übergangsbereiche zwischen Innenstadt und Stadtrand zu beleben.

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Anders als die IBA, für die nun ein klarer Zeitrahmen feststeht, befindet sich Berlins Bewerbung um die Olympischen Spiele noch in einem frühen Stadium – selbst ein grundlegendes Konzept fehlt bisher. Während einige Befürworter argumentieren, dass IBA, Olympische Spiele und Expo ideal zusammenpassen könnten, zeigen sich andere innerhalb der Koalitionsregierung skeptisch gegenüber den möglichen Synergien. Die Priorisierung der IBA durch den Senat deutet auf eine Neuausrichtung hin: weg von Großveranstaltungen, hin zu langfristiger Stadtplanung.

Die beiden vorherigen Berliner Bauausstellungen fanden in den späten 1950er- und späten 1980er-Jahren statt, doch über internationale Partnerschaften oder die damaligen Auswirkungen gibt es kaum gesicherte Erkenntnisse. Die anstehende Ausstellung blickt stattdessen nach vorn – der AIV betont ihr Potenzial, neue Maßstäbe in der Stadtentwicklung zu setzen.

Die IBA 2034–2037 wird sich vor allem mit innovativen Projekten entlang des S-Bahn-Rings beschäftigen. Die Senatsentscheidung unterstreicht das Engagement für eine urbanistische Transformation, auch wenn die Debatten über die Verknüpfung mit anderen Großprojekten anhalten. Vorerst steht die Bauausstellung als eigenständige Initiative da, die das Wachstum der Stadt in den kommenden Jahrzehnten neu definieren soll.

Quelle