Bundeswehr plant Milliarden-Deal für Rheinmetall-Kampfdrohnen mit Lauerfähigkeit
Hans-Theo BaumBundeswehr plant Milliarden-Deal für Rheinmetall-Kampfdrohnen mit Lauerfähigkeit
Das deutsche Verteidigungsministerium treibt ein großes Beschaffungsvorhaben für hochmoderne Kampfdrohnen mit Lauerfähigkeit voran. Der geplante Vertrag mit Rheinmetall könnte ein Volumen von bis zu 2,387 Milliarden Euro erreichen, wobei eine erste Tranche im Wert von knapp 300 Millionen Euro vorgesehen ist. Die als technologischer Meilenstein beschriebenen Drohnen sollen die bereits von Helsing und Stark Defence gelieferten Systeme ergänzen.
Das Ministerium hat beim Haushaltsausschuss des Bundestags offiziell die Freigabe der Mittel für das Projekt beantragt. Bei Zustimmung würde Rheinmetall seine "Raider"-Kamikazedrohnen liefern – inklusive Bodenstationen, Luftfahrtsysteme, Schulungsmaterialien und Simulatoren. Für diese erste Phase sind 25 Millionen Euro veranschlagt.
Bis Ende April 2027 muss Rheinmetall strenge Qualifikationskriterien erfüllen. Sollte dies misslingen, behält sich das Ministerium das Recht vor, den Vertrag zu kündigen. Parallel bleibt die FV-014, eine weitere Lauerwaffe des Konzerns, die am 12. März 2026 getestet wurde, eine mögliche Option für die Zukunft – ebenso wie das HERO-System von UVision, das mittlerweile in München produziert wird.
Der aktuelle Deal reiht sich in frühere Verträge mit Helsing und Stark Defence ein, die bereits einen Auftrag über 270 Millionen Euro für ihre "Virtus"-Drohnen erhalten hatten. Die neuen Raider-Drohnen sollen die Fähigkeiten der Bundeswehr im Bereich präzisionsgelenkter Schlagtechnologien deutlich ausbauen.
Falls der Vertrag unterzeichnet wird, markiert dies eine erhebliche Aufstockung des deutschen Drohnenarsenals. Das Raider-System von Rheinmetall würde dann zu einer zentralen Komponente neben den bestehenden Plattformen. Die endgültige Entscheidung des Ministeriums hängt davon ab, ob das Unternehmen bis zum Stichtag 2027 alle technischen und operativen Vorgaben erfüllt.






