31 March 2026, 10:28

Hettich-Mitarbeiter verzichten auf 1.000 Euro für das Unternehmen

Plakat mit Text, der finanzielle Unterstützung oder Einberufung während einer Krise fordert, mit einer Waage auf der linken Seite.

Hettich-Mitarbeiter verzichten auf 1.000 Euro für das Unternehmen

Tausende Beschäftigte des Möbelzulieferers Hettich haben einer einjährigen Verschiebung einer geplanten Gehaltserhöhung zugestimmt. Die Entscheidung fällt in eine Phase anhaltender finanzieller Schwierigkeiten des Unternehmens – die Mitarbeiter verzichten damit effektiv auf über 1.000 Euro pro Person in den kommenden zwölf Monaten. Der Schritt stößt bei der Gewerkschaft IG Metall auf scharfe Kritik, die den Beschäftigten eine unzumutbare Belastung vorwirft.

Die ursprünglich für den 1. April vorgesehene Lohnerhöhung von 3,1 Prozent wurde nun auf 2025 verschoben, nachdem sich mehr als 90 Prozent der Belegschaft in einer Abstimmung dafür ausgesprochen hatten. Das Unternehmen kämpft seit Jahren mit Lieferkettenstörungen, Inflation und einer nachlassenden Nachfrage nach dem Corona-Boom.

Die finanziellen Probleme von Hettich spiegeln sich deutlich in den jüngsten Geschäftsberichten wider: 2023 brach das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 15 Prozent auf 250 Millionen Euro ein. Auch 2024 setzte sich der Rückgang fort, getrieben von hohen Energiekosten und schwachen europäischen Märkten. Zwar zeigten sich Anfang 2026 erste Anzeichen einer Stabilisierung, doch die Herausforderungen bleiben beträchtlich.

Durch die Verschiebung der Gehaltserhöhung erhofft sich Hettich eine Ersparnis von mehreren Millionen Euro. Die IG Metall lehnt den Beschluss jedoch vehement ab. Gewerkschaftsvertreter argumentieren, dass die Belegschaft die Last der Unternehmenskrise allein tragen solle.

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Für die Beschäftigten bedeutet die Verzögerung einen Verlust von über 1.000 Euro im kommenden Jahr. Die Sparmaßnahme unterstreicht die strukturellen Probleme der Möbelbranche. Trotz erster Erholungszeichen 2026 bleibt die Zukunft von Hettich ungewiss.

Quelle