Leipzig baut Pilotanlage für revolutionären karbonbewehrten Beton
Kreszentia SchachtLeipzig baut Pilotanlage für revolutionären karbonbewehrten Beton
Ein neues Projekt soll karbonbewehrten Beton in den Bau-Mainstream bringen
In den nächsten vier Jahren entsteht in Leipzig eine Pilotanlage, um die Technologie in großem Maßstab zu etablieren. Das Vorhaben knüpft an den Erfolg des Carbon Concrete CUBE in Dresden an – dem ersten Gebäude der Welt aus diesem innovativen Material.
Das unter dem Namen C-Factory geführte Projekt wurde offiziell im CUBE-Gebäude der TU Dresden gestartet. Federführend ist das Leipziger Unternehmen Kahnt & Tietze GmbH, unterstützt von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) und der TU Dresden. Gemeinsam wollen sie den karbonbewehrten Beton von der Forschung in die industrielle Serienproduktion überführen.
Vorteile gegenüber Stahlbeton Kohlenstoffbewehrter Beton bietet entscheidende Vorteile gegenüber herkömmlichem Stahlbeton: Er ermöglicht schlankere, leichtere und langlebigere Konstruktionen und reduziert den Materialeinsatz um bis zu 80 Prozent. In der Leipziger Pilotanlage werden nun Produktionsverfahren getestet und optimiert, bevor die Technologie breiter eingeführt wird.
Das Projekt wird mit rund 14 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert. Die Arbeiten laufen bis Ende 2029, mit dem Ziel, die Technologie marktreif für Bauunternehmen und Hersteller zu machen.
Meilenstein für die Bauindustrie Die Pilotanlage in Leipzig markiert einen wichtigen Schritt zur Industrialisierung von karbonbewehrtem Beton. Bei Erfolg könnte die Technologie die Baubranche revolutionieren – durch weniger Materialverschwendung und höhere Effizienz. Die Ergebnisse des Projekts werden bis zu seinem Abschluss 2029 mit Spannung von der Bauwirtschaft verfolgt.






