Niedersachsen investiert Millionen in Bodenschutz gegen Klimawandel-Folgen
Hans-Theo BaumNiedersachsen investiert Millionen in Bodenschutz gegen Klimawandel-Folgen
Niedersachsen investiert 2,25 Millionen Euro in Bodenschutz und -renaturierung als Teil seiner Klimawandelanpassungsstrategie
Umweltminister Christian Meyer gab am Mittwoch die Förderung für das Projekt bekannt und betonte die zentrale Rolle von Böden bei der Bewältigung extremer Wetterereignisse. Die Initiative mit dem Namen "KliBoG" zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit der Region gegenüber dem Klimawandel zu stärken – insbesondere durch die Entsiegelung von Flächen.
Das Vorhaben ist Teil eines umfassenderen Plans Niedersachsens, um sich an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen. Böden speichern und filtern von Natur aus Wasser, doch diese Funktionen gehen verloren, wenn Flächen durch Gebäude, Straßen oder Gehwege versiegelt werden. Ihre Renaturierung hilft Gemeinden, besser mit Überschwemmungen und Dürren umzugehen.
Die Mittel fließen in konkrete Maßnahmen, darunter ein neuer Leitfaden für Kommunen. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat kürzlich den zweiten Teil dieses Ratgebers unter dem Titel "Entsiegelung für die Klimawandelanpassung" veröffentlicht. Er bietet Instrumente zur Bewertung versiegelter Flächen und zur Identifizierung von Möglichkeiten, unnötige Versiegelungen rückgängig zu machen.
Obwohl unklar ist, wie viele Gemeinden die LBEG-Empfehlungen bereits umsetzen, stellt das Projekt Ressourcen bereit, um Kommunen zum Handeln zu befähigen. Erfolgsbeispiele abgeschlossener Entsiegelungsprojekte stehen zur Verfügung, ergänzt durch Unterstützungstools, die Städten und Gemeinden bei der Umsetzung ähnlicher Maßnahmen helfen.
Die 2,25 Millionen Euro sollen den Kommunen in Niedersachsen dabei helfen, versiegelte Flächen zu erfassen und zu reduzieren. Durch die Wiederherstellung der Bodenfunktionen will das Projekt das Wassermanagement verbessern und die Klimaresilienz stärken. Der Leitfaden und die Fördergelder stehen den lokalen Behörden ab sofort zur Verfügung, um mit den Arbeiten zu beginnen.






