21 March 2026, 06:22

Verlorene DDR-Symbole: Eine Berliner Ausstellung holt sie aus der Versenkung

Zwei Medaillen mit lila und weißen Bändern, mit eingravierter Schrift, auf einer maronenfarbenen Oberfläche.

Neue Ausstellung: 'Die Entsorgung von GDR-Staatssymbolen' - Verlorene DDR-Symbole: Eine Berliner Ausstellung holt sie aus der Versenkung

Eine neue Ausstellung in Berlin spürt dem Schicksal der verlorenen Symbole der DDR nach

Nach der Wiedervereinigung 1990 verschwanden Flaggen, Abzeichen und Orden der Deutschen Demokratischen Republik aus dem öffentlichen Leben – manche wurden entsorgt, andere bewahrt. Das DDR-Museum in Berlin-Mitte widmet sich nun in einer Sonderausstellung ihrem Weg durch die Geschichte.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Als die DDR unterging, entfernte man ihre Staatssymbole von Gebäuden, Büros und Uniformen. Viele landeten im Sperrmüll oder wurden auf Flohmärkten verkauft. Andere gelangten in den Besitz privater Sammler oder Institutionen.

Offizielle Aufzeichnungen darüber, wie viele dieser Symbole vernichtet wurden, gibt es nicht. Lokale Behörden entsorgten sie gemäß dem Einigungsvertrag von 1990 und einem Beschluss des DDR-Ministerrats. Die Gegenstände galten als ideologische Relikte, insbesondere solche mit Bezug zur Stasi oder zur Volkspolizei.

Die Ausstellung "Ein Land im Container: Die Entsorgung der DDR-Staatssymbole" versammelt gerettete Exponate. Besucher können nachvollziehen, wie eine nationale Identität abgebaut wurde – und was davon übrig blieb. Noch bis Mitte November ist sie zu sehen.

Die Schau wirft ein Licht auf das verstreute Erbe der visuellen Geschichte Ostdeutschlands. Manche Symbole gingen für immer verloren, andere fanden in Museen eine neue Heimat. Die Ausstellung bietet ein greifbares Zeugnis der materiellen Kultur eines untergegangenen Staates.

Quelle